Sebastian Kneipp - geliebt und gehasst
Helfer der Armen
Kneipp, der selbst aus bescheidenen Verhältnissen stammte, legte großen Wert darauf, dass seine Therapien erschwinglich waren.
Er behandelte vor allem die, die sich keinen Arzt leisten konnten, oder trotz Arztbesuch keine Besserung erlebten. Zeitlebens stand er dafür ein, den Armen kostenfrei zu helfen. Getreu seinem Motto: „Von mir wird, wer arm ist, behandelt wie ein Millionär."
Kneipp auf der Überholspur - von Bayern bis zum Papst
Kneipps Behandlungen sprachen sich schnell im bayrischen Kurort Wörishofen herum, wo er auch als Beichtvater arbeitete. Bald waren es 6000 Patienten pro Saison, darunter auch Adelige und Politiker, die seine Hilfe suchten.
Kneipp hielt Gesundheitsvorträge und reiste durch Europa, um seine Lehren zu verbreiten. Beruflicher Höhepunkt war 1893 eine Audienz bei Papst Leo XIII, der ihm mit einer goldenen Medaille für seine Dienste dankte.





